- Magazin für GelsenkirchenFankultur
Kommentar – ISSO

2. Februar 2017

Heute werden die Spieler dafür bezahlt, um Fußball zu spielen. Früher war das anders – die Spieler spielten, weil sie Spaß daran hatten, und nicht des Geldes wegen. Der Fußball wird nur noch durch Werbung und Sendezeiten finanziert. Hartmut Hering vertritt die Meinung, dass dies nicht gut für die Fankultur ist.

Es gibt Leute, die sich vorstellen können, auch noch die Fans von den Vereinen bezahlen zu lassen, damit sie ins Stadion gehen. Sie sollen eine Mannschaft auch zu unmöglichen Anstoßzeiten anfeuern, um selbst bei Fernsehübertragungen nach China volle Stadien zu haben. Wir fänden das nicht gut. Wenn man dann im Stadion sitzt, seine Mannschaft anfeuert und genau weiß, dass die Person daneben nur jubelt, weil sie dafür Geld bekommt, dann hat das nichts mehr mit Fankultur zu tun. Man geht ins Stadion, weil man die Mannschaft toll findet, und nicht, weil man Geld verdienen will.

Davon hätten nur das Fernsehen und die Vereine etwas, die eine Menge Geld verdienen würden. Warum sollte man ein Fan von etwas sein, dass komplett künstlich ist? Wenn die Zuschauer nur jubeln, weil sie dafür bezahlt werden, und wenn die Spieler nur noch spielen, weil sie dafür Geld bekommen, dann macht das Zuschauen keinen Sinn mehr.

Spätestens wenn den wahren Fans bewusst wird, dass alles nur Show ist, würde der Fußball an Bedeutung verlieren und letztendlich aussterben.

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