- Rhein-Hunsrück ZeitungVerkehrspolitik
Flughafen Hahn hat sich stark entwickelt

20. Januar 2015

FullSizeRenderAls am Ende der 1990er-Jahre Ernst Zörner zum ersten Mal mit seiner Frau in den Hunsrück kam, um sich den Flughafen Hahn anzusehen, hatte er immense Probleme, den Flughafen zu finden. Denn das Verkehrsnetz war noch schlecht und unübersichtlich aufgebaut. Seitdem er 1998 aber die Stelle als Leiter des Air France Logistikzentrums am Hahn angenommen hat, konnte er eine positive Veränderung beobachten, die sich auf den gesamten Hunsrück auswirkte.


Die Entwicklung erlebte Ernst Zörner als „Fachkundiger im Bereich der Logistik“ mit und ist heute sehr zufrieden mit dem Fortschritt. Trotzdem denkt er, dass man den Hunsrück noch besser ausbauen könnte, zum Beispiel mit dem heiß umstrittenen Hochmoselübergang, der seiner Meinung nach eine große Chance für die Region wäre, da der Verkehr aus den Beneluxstaaten dann sofort in die Region fließen würde und nicht über Umwege kommen müsste. Damit würden der Tourismus angekurbelt und Transportkosten für viele Firmen gemindert werden. Aus seiner Sicht sind dies Vorteile in der Wirtschaftlichkeit und Argumente für den Hochmoselübergang, die durchaus aussagekräftig sind.

„Auch der Ausbau der B50 war ein großer Vorteil für die Region“, sagt Ernst Zörner, da die B50 den Hunsrück mobiler gemacht und besser vernetzt habe, besonders für die Touristen vom Flughafen Hahn. Auch der Flughafen hat sich in den 16 Jahren seit der Versetzung von Ernst Zörner in den Hunsrück stark entwickelt; aus dem ehemaligen Militärflughafen entstand ein moderner Zivilflughafen mit einer großen Bedeutung für viele Fluggesellschaften.

Gerade für Air France, weil sich deren gesamte Fracht aus Osteuropa und Deutschland am Hahn sammelt und von hier in Lastwagen nach Paris gebracht wird. Sie wird am Hahn gelagert, da von dort aus eine siebenstündige Lkw-Fahrt nach Paris möglich und somit kostengünstig ist. Obwohl durch die Lkw-Maut auf deutschen Straßen höhere Kosten anfallen, hält Ernst Zörner die Maut generell für eine gute Sache, wenn die Einnahmen nur für das Verkehrsnetz verwendet werden. Und am Ende des Interviews schmunzelt der fast 65-Jährige und sagt, dass das Ja seiner Frau zu seiner Versetzung in den Hunsrück seine Karriere beflügelt hat.

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