- Evang. Funkagentur- Nürnberger Zeitung
Das Handy im Mittelpunkt

18. Oktober 2018

Frank LeykaufFrank Leykauf arbeitet im „Tetrix-Haus“ in Muggenhof, in dem Kinder und Jugendliche ihre Freizeit mit Freunden, Spielen und Sport verbringen können.

NZ: Herr Leykauf, inwiefern hat sich der Konsum der Jugendlichen im Gegensatz zu früher verändert?

Frank Leykauf: Das Konsumverhalten hat sich verlagert. Früher waren teure Sportgeräte und Spiele das Hauptthema, während jetzt für viele das Handy im Mittelpunkt steht.

NZ:Was denken Sie über den Medienkonsum?

Leykauf: Früher haben Jugendliche vor allem ferngesehen, das konnten sie aber nur zu Hause und unter Aufsicht der Eltern tun. Mit dem Smartphone kann heute jeder immer und überall Filme schauen und Spiele spielen.

NZ: Wie viel Wert legen Jugendliche auf ihr Aussehen und auf Markenkleidung?

Leykauf: Es gibt sehr viele, denen ihr Äußeres offenbar sehr wichtig ist. Ich beobachte aber auch Jugendliche, für die das eher im Hintergrund steht. Mir ist aufgefallen, dass gerade Schuhe bei Jungen sehr wichtig sind. Das führt sogar so weit, dass sie an Fußballangeboten immer wieder nicht teilnehmen, damit ihre neuen Schuhe nicht geschädigt werden.

NZ: Wie beeinflussen Sie Jugendliche in ihrem Konsumverhalten?

Leykauf: Ich finde, dass es einen großen Unterschied macht, wenn sich ein Jugendlicher darüber bewusst ist, was Konsum ist und was nicht. Wenn es überhandnimmt, versuchen wir darauf einzuwirken und klarzustellen, was wichtig ist und was nicht.

NZ: Was genau versuchen Jugendliche zu erreichen?

Leykauf: Die Hauptmotivation, sich teure Klamotten zu kaufen, ist nicht das Selbstwertgefühl zu erhöhen, sondern von anderen Anerkennung zu bekommen.
Fragen: Berrin Arslan, Merve Kilic

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