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Es beginnt immer bei Null

buchIn dem Buch „Im Land der tausend Derbys“ von Hartmut Hering geht es um die Geschichte des Fußballs im Ruhrgebiet. Den Auftrag, das Buch zu schreiben, bekam er durch Zufall. Eigentlich hatte sein Freund eine Anfrage von der Stadt bekommen, ein Buch über die Geschichte des Fußballs im Ruhrgebiet zu schreiben, aber er hatte keine Zeit dazu. Im Anschluss daran bat er Hartmut Hering das Buch zu schreiben, da er sich gut mit Fußball auskennt. Er machte sich sofort an die Arbeit, und schließlich erschien das Buch im November 2002 auf dem Markt. Mittlerweile gibt es bereits eine Neuauflage. Es erzählt die Geschichte von Bergarbeitern, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts kaum Zeit hatten und zur Abwechslung in ihrer Freizeit Fußball spielten. Für die Menschen damals gab es nichts außer ihrer Arbeit. Manche von ihnen sahen die Sonne für mehrere Tage nicht. Der Fußball war eine Art Ausgleich zu ihrem anstrengenden Alltag. Hartmut Hering vermutet, dass deswegen die Menschen im Ruhrgebiet heute noch eine so starke Bindung zum Fußball haben. Die Menschen von früher hatten kaum eine andere Wahl, als auf die Zeche zu gehen und nach Kohle zu graben. Im Fußball ist es komplett anders. Im Fußball beginnt ein Spiel immer bei Null, und jeder hat von Anfang an die selbe Chance, zu gewinnen. Daher war es passend, dass die Weltmeisterschaft im Fußball 2006 in Deutschland und zwar größtenteils im Ruhrgebiet stattfand.

Hartmut Hering war Mitglied des Kuratoriums der Ausstellung „Fußballregion Ruhrgebiet“, Mitherausgeber stadtgeschichtlicher Bücher und ist Kreissprecher der Partei „Die Linke“ in Gelsenkirchen.

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Kommentar – ISSO

Heute werden die Spieler dafür bezahlt, um Fußball zu spielen. Früher war das anders – die Spieler spielten, weil sie Spaß daran hatten, und nicht des Geldes wegen. Der Fußball wird nur noch durch Werbung und Sendezeiten finanziert. Hartmut Hering vertritt die Meinung, dass dies nicht gut für die Fankultur ist.

Es gibt Leute, die sich vorstellen können, auch noch die Fans von den Vereinen bezahlen zu lassen, damit sie ins Stadion gehen. Sie sollen eine Mannschaft auch zu unmöglichen Anstoßzeiten anfeuern, um selbst bei Fernsehübertragungen nach China volle Stadien zu haben. Wir fänden das nicht gut. Wenn man dann im Stadion sitzt, seine Mannschaft anfeuert und genau weiß, dass die Person daneben nur jubelt, weil sie dafür Geld bekommt, dann hat das nichts mehr mit Fankultur zu tun. Man geht ins Stadion, weil man die Mannschaft toll findet, und nicht, weil man Geld verdienen will.

Davon hätten nur das Fernsehen und die Vereine etwas, die eine Menge Geld verdienen würden. Warum sollte man ein Fan von etwas sein, dass komplett künstlich ist? Wenn die Zuschauer nur jubeln, weil sie dafür bezahlt werden, und wenn die Spieler nur noch spielen, weil sie dafür Geld bekommen, dann macht das Zuschauen keinen Sinn mehr.

Spätestens wenn den wahren Fans bewusst wird, dass alles nur Show ist, würde der Fußball an Bedeutung verlieren und letztendlich aussterben.

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Zeitungs- und Theaterprojekt über Leistungssport – NZ

brechtWie viel muss man für einen Platz auf dem Treppchen trainieren? Welche Opfer muss man bringen? Mit einigen Facetten des Leistungssports befassen sich seit Montag Schüler des Bertolt-Brecht-Gymnasiums. Im Rahmen des Zeitungs- und Theaterprojektes „Druckerschwärze“ des Nürnberger Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak und der NZ treten die jungen Menschen mit Experten in Dialog. Ihr Ziel: Nach vier Tagen Arbeit werden sie ein Theaterstück und – mit Hilfe der NZ-Redakteurinnen Ella Schindler und Christina Merkel – eine Zeitungssonderseite zum Thema präsentieren. Die Premiere der öffentlichen Aufführung findet am Donnerstag um 19 Uhr im Großraum Nord des Bertolt-Brecht Gymnasiums statt. Der Eintritt ist kostenlos. Die Themenseite erscheint am Freitag in der NZ. Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Jugendmigrationsdienst der Caritas Nürnberg koordiniert das Projekt.

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„Ich bin wie ein Hirte, der seine Schäfchen hütet“ – NZ

GeißleinMarkus Geßlein fährt Mountainbike und hat früher Badminton gespielt. Verletzt hat er sich dabei nie ernsthaft. Im Beruf hat der 42-Jährige aber täglich mit gebrochenen Schlüsselbeinen und Kreuzbandrissen zu tun: Der Sportmediziner begleitet seit 2009 Kaderathleten am Olympiastützpunkt Bayern und betreut die Sporttalente der Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg. Mit der NZ sprach er über Grenzen der Sportmedizin und den Preis, den manche Athleten für ihren Erfolg zu zahlen bereit sind.

NZ: Herr Geßlein, in welchen Sportarten passieren die meisten Verletzungen?

Markus Geßlein: Die meisten Verletzungen passieren beim Vollkontaktsport, im Kampfsport zum Beispiel beim Taekwondo oder auch beim American Football.

NZ: Gibt es Sportler, die eine verletzungsfreie Karriere haben?

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Gute Schüler stehen öfter auf dem Siegertreppchen – NZ

KöberleinUwe Köberlein arbeitet seit elf Jahren an der Bertolt-Brecht-Schule und ist Sportkoordinator der Eliteschule des Sports in Nürnberg. In dieser Funktion hat er nicht nur die sportlichen sondern auch die schulischen Leistungen seiner Schützlinge im Blick.

Im NZ Interview erzählt er, wie sich beides gut verbinden lässt.

NZ: Herr Körberlein, welche Aufgaben haben Sie an Ihrer Schule?

Uwe Köberlein: Als Sportkoordinator ist es meine Aufgabe, den Einklang zwischen Sport und Schule herzustellen. Die Leistungssportler sollen ihren Sport betreiben können, aber trotzdem einen guten Schulabschluss bekommen.

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Damit viele Nürnberger aktiv und fit sein können – NZ

ThielemannJürgen Thielemann leitet den Sportservice der Stadt Nürnberg. Das Amt unterstützt Sportvereine bei Sanierungen und Neubauten von Sportstätten, beim Anschaffen neuer Geräte und bei Veranstaltungen.

Für Jugendliche, die gerne im Sportverein mitmachen würden, aber nicht genug Geld dafür haben, gibt es Gutscheine für den Mitgliedsbeitrag und Geld für Sportkleidung und Trainingsausrüstung, wie zum Beispiel Fußballschuhe oder Tennisschläger.

Der Sportservice organisiert unter anderem auch Tagungen und Workshops. ,,Dort werden Themen aufbereitet, die die Vereine aktuell fordern“, sagt Thielemann, ,,Wie ehrenamtliches Engagement, Finanzen und die Zukunft der Vereine.“ Einmal im Jahr zeichnet der Sportservice bei der Sportlerehrung die besten Athleten Nürnbergs aus.


Insgesamt bekommen die Vereine etwa 2,5 Millionen Euro im Jahr von der Stadt. Die Hälfte der Nürnberger Vereine ist förderungsfähig. Dafür müssen sie mindestens 50 Mitglieder und eine gewisse Anzahl an jungen Menschen unter 26 Jahren haben. Große Vereine, die mehrere Sportarten anbieten, bekommen immer mehr Mitglieder, während die Mitgliederzahlen bei vielen kleineren Vereinen zurückgehen. Weiterlesen

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Spiel, Spaß und Respekt

klein„Wir beten auch schon einmal vor einer Sportgruppe“, sagt Daniel Klein, Diakon beim CVJMNürnberg. Der Christliche Verein Junger Menschen legt Wert darauf, dass die Sportler respektvoll miteinander umgehen und der Spaß im Vordergrund steht.
Jeder darf mitmachen auch ohne Mitgliedschaft, wer sich aber nicht an die Regeln hält, muss auch mal gehen. „In den acht Jahren meiner bisherigen Arbeitszeit, habe ich aber nur einmal mitbekommen, wie zwei Jugendliche von uns weggeschickt wurden“, erzählt der 40-Jährige.

Normalerweise wird ein Streit zwischen den Beteiligten untereinander geklärt, ohne dass jemand eingreifen muss. „Weil Fußball ein sehr beliebter Sport in Deutschland ist, wird das bei uns am häufigsten gespielt. Die Gruppen sind schon mal überfüllt, da im Durchschnitt 15 bis 25 junge Menschen anwesend sind. Deshalb gehen manche, um an einem anderen Tag zu einem anderen Angebot wiederzukommen.

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Der Sturm auf die Redaktionen – BAMF

Druckerschwärze 1Das deutschlandweit durchgeführte Projekt “Druckerschwärze – die dreidimensionale Zeitung” will Jugendliche mit Migrationshintergrund für den Journalismus begeistern.

An einem sonnigen Montagmorgen im Juni 2016 sitzen in Wangen im Allgäu 16 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren mit neugierigen Augen vor Jean-Francois Drozak. Mit Begeisterung erzählt er ihnen, was sie diese Woche beim Projekt “Druckerschwärze” erwartet: Sie werden schreiben, sie werden gestalten, sie werden kreativ arbeiten und am Ende hunderten von Zuschauern und tausenden von Lesern das Erarbeitete präsentieren. Die Jugendlichen aus Wangen, von denen die Mehrzahl einen Migrationshintergrund hat, sind nervös. Sie stehen an diesem Montag vor dem Sprung ins kalte Wasser.

Wie wird Migration in den Medien dargestellt?
Drozak ist Sozialarbeiter und Theaterpädagoge. Er hat sich das Theater und die Zeitung ausgesucht, um junge Menschen mit Migrationshintergrund für Medienarbeit und Journalismus zu begeistern und gleichzeitig für die oft eindimensionale Berichterstattung über Migrantinnen und Migranten zu sensibilisieren. Hier sieht er Handlungsbedarf: “Die Jugendlichen sollen hinterfragen, wie Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien dargestellt werden. Häufig spielt die Migrationsgeschichte eines Menschen gar keine Rolle für die Nachricht, wird aber trotzdem medial in den Vordergrund gerückt.” Gegen diese einseitige Berichterstattung möchte Drozak etwas unternehmen.

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Wohnen, Bauen und Modernisieren in Wangen

wangen1„Druckerschwärze“ heißt das einwöchige Theater- und Zeitungsprojekt, das die Schwäbische Zeitung in Kooperation mit Wohnen plus in dieser Woche
durchgeführt hat.

Thema war „Wohnraum, Bauen und Modernisieren“. Die Themenseite ist das Ergebnis der Zeitungsgruppe. Leitung des Theaterprojektes: Jean-Francois Drozak. Mitwirkende Schülerinnen und Schüler des Rupert-Ness-Gymnasiums für das Theaterprojekt: Saphira Knoll, Samira Klai, Marla Schnetzer, Winona Turra, Lara Makartsev, Clara Schalekamp, Jannik Dreher, Jasmin Kazemi. Leitung des Zeitungsprojektes: Carolin Steppat. Mitwirkende Schülerinnen des Rupert-Ness- Gymnasiums: Kinneret Dalumpines, Ana-Sofia Jacinto, Eva-Marie Reutemann, Luisa Nikolla, Lucie Wölfle, Johanna Gassner, Alessa Weiss, Jule Schneider.

Projektkoordination: Michael Russ, Caritas Nürnberg. Das Projekt wurde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

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Ein lebenswerter Flecken Erde

hirteWANGEN – Mit seinem Altstadtcharme, den Alpen und dem Bodensee ums Eck, Österreich und der Schweiz in greifbarer Nähe: Wangen lockt Jahr für Jahr Neubürger an, die Wohnraum brauchen. Der Wohnungmangel ist deshalb eines der dringlichsten Probleme der Kommune. Betroffene und Experten haben ihre Sichtweise der Dinge zum Thema Wohnen in Wangen erklärt.

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