Archiv der Kategorie: – Nürnberger Zeitung

Medienpartner im Rahmen aller Projektwochen in Nürnberg. Verantwortliche Redakteurin: Ella Schindler

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Druckerschwärze – Preisgekröntes Gemeinschaftsprojekt

Lichtblicke_Logo_2015_WebDie Jugend-Jury des Jugendtheaterfestivals „Lichtblick“ hat das Zeitungs- und Theaterprojekt „Druckerschwärze“ und die mitwirkenden Schüler des Dürer-Gymnasiums Nürnberg  ausgezeichnet. „Das Projekt steht für die beispielhafte Begegnung zwischen den Generationen“, begründet Gisela Hoffmann vom Gostner Hoftheater die Entscheidung bei der Preisübergabe am vergangenen Mittwoch in den NZ- Redaktionsräume. Bei der „Druckerschwärze“ haben sich die Gymnasiasten mit dem beruflichen Weg von Nürnberger Künstlern verschiedenen Alters auseinandergesetzt. Unter Anleitung von NZ- Redakteuren und des Nürnberger Theaterpädagogen Jean – Francois Drozak entstanden dabei eine NZ- Sonderseite dazu sowie ein Theaterstück, das die Schüler im Rahmen des Festivals aufgeführt haben . Zweimal im Jahr gibt das Zeitungs- und Theaterprojekt „Druckerschwärze“ den Nürnberger Schülern die Möglichkeit, sich mit einem Thema auf eine kreative Art auseinanderzusetzen und Redaktions- wie auch Theaterluft zu schnuppern. Unterstützt wird das Vorhaben durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie durch den Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Nürnberg.

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Druckerschwärze Stakato

samsonWas haben eine Theaterbühne und eine Zeitung gemeinsam?

Also eigentlich nichts. Oder? Naja. Genau genommen dienen beide dazu, diverse Themen an die Öffentlichkeit zu bringen. Beide sind also Medien. Und darum nutzt Jean-Francois Drozak auch diese beiden Medien für ein Planspiel. „Druckerschwärze“ hat er es genannt, um das Projekt schon rein begrifflich vom Medium Internet abzugrenzen. Die Hauptrolle spielt übrigens – neben Schülern, Drozak und der Nürnberger Zeitung – der Migrationshintergrund.

Weil genau der eben keine Rolle spielen darf.

Hier geht es zur Präsentation von Druckerschwärze im SAMSON Style:
Bitte mit der Maus die Kreuzchen antippsen: XXXXXXXXXXXXXXXX

O-Töne der Lokaltredakteurin Ella Schindler:

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O-Töne einer Jungredakteurin:

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Eindrücke der Generalprobe zur szenischen Talkshow

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Auch ein kleiner Garten kann politisch sein

KuntzeUmweltaktivist ist Oliver Kuntze schon immer. Seit einem dreiviertel Jahr ist der 45-Jährige auch Umweltpädagoge. Aber keiner, der mit erhobenem Zeigefinger zum Umweltschutz mahnt, sondern mit selbst angebautem Gemüse begeistert.

NZ: Ärgert es Sie, wenn achtlos mit der Umwelt umgegangen wird?

Oliver Kuntze: Nein, das ärgert mich nicht, weil ich verstehen kann, warum sie es tun. Denn in der Welt, in der wir leben, ist es üblich, Dinge einfach so wegzuschmeißen. Deshalb kritisiere ich nicht, sondern stelle Fragen. Zum Beispiel: Warum gibt es hier Pappbecher? Warum kann man nicht einfach Porzellantassen benutzen?

Und auch moralisch: Ich finde, man muss eher Fragen stellen und Ideen entwickeln.

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Überzeugungskünste eines Elektoingenieurs

MolnarSeit die Energiewende in Deutschland beschlossene Sache ist, hat Pal Molnar viel zu tun. Der 31-jährige Elektroingenieur plant bei der für Mittelfranken zuständigen Main-Donau Netzgesellschaft mbH neue Stromnetze und Umspannwerke. Dafür muss er manchmal sogar Feldhamster suchen und Bauern vom rechten Weg überzeugen.
NZ: Glauben Sie, dass die Energiewende gelingt?

Pal Molnar: Es wird dauern, aber ich sehe keinen Grund, warum es technisch nicht funktionieren sollte. Die Kunden wollen günstigen Strom, aber der Ausbau kostet Geld, das muss die Politik irgendwie zusammenbringen. Es gibt noch weitere Herausforderungen wie das Speichern der Energie, denn die Sonne scheint nicht immer.

NZ: Was ist Ihre Aufgabe?

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Windräder vor Augen oder ein Atomkraftwerk vor der Haustür?

n-ergieIn der Arbeit kann sich Carsten Eckardt nicht auf Routine verlassen. Er muss offen sein für Entwicklungen in der Energiebranche und daraus neue Geschäftsfelder für die N-Ergie erschaffen. Sein Auftrag: Innovation und Wirtschaftlichkeit im Gleichgewicht halten. Rund 28 Prozent des Stromes der N-Ergie stammen aus erneuerbaren Energiequellen. „Energiewende bedeutet für uns sehr viel. Das klassische Geschäft, etwa durch fossile Kraftwerke, geht zurück und wir müssen uns als Unternehmen mit neuen Ideen ositionieren“, sagt der Betriebswirt.

In welche Richtung es bei den Energieversorgern gehen soll, erläutert der 42-Jährige so: „Weg von der klassischen Erzeugung über Großkraftwerke, hin zu sehr vielen kleinen dezentralen Kraftwerken.“ Einen vollständigen Plan, wie die Energiewende ablaufen soll, gibt es noch nicht.

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Physiker berät Nürnberger Haushalte in Energiefragen

heizenKlaus Kretzschmar ist Energieberater. Der 53-Jährige berät seit 2012 Familien mit geringem Einkommen, wie sie auf einfache Art Strom und Heizkosten sparen können. Das „Energiesparprojekt“ ist ein kostenloses Angebot des Sozialamts Nürnberg und gilt als Vorreiter in ganz Deutschland.
„Ich bin Physiker und habe zwanzig Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Währenddessen habe ich eine Ausbildung zum Energieberater absolviert. Vor sechs Jahren habe ich mich mit diesem Beruf selbstständig gemacht. Das „Energiesparprojekt der Stadt Nürnberg“ gibt es seit 2008, ich bin seit 2012 dabei. Sozialhilfeempfänger bekommen einen festgelegten Betrag für Strom und Heizkosten. Doch in manchen Fällen reicht das Geld nicht aus. Dann schickt das Sozialamt mich, um den Menschen zu helfen.

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Kunst – eine Entscheidung

kreuz2Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Dieser Spruch von Karl Valentin trifft sicher auf jedem künstlerisch tätigen Menschen zu. Doch wie steht es um diejenigen, die mit ihrer Kunst einen beruflichen Weg einschlugen? Was hat sie getragen, um die vielen damit verbundenen Hürden zu nehmen und Ängste zu überwinden? Gab es ein Ereignis im Leben unserer Talkgäste, das ausschlaggebend für diese berufliche Entscheidung gewesen ist? War es für sie eine leichte oder schwere Entscheidung? Ist der künstlerische Akteur der viele schmerzhafte Konsequenzen auf sich nimmt am Ende doch nur ein Mythos aus der Romantik, der Kulturbetrieb durchlässiger als im Dreigroschenroman?

Theater- und Redaktionsluft schnuppern und Einblicke ins Künstlerdasein bekommen: Das tun 16 Jugendliche beim Projekt „Druckerschwärze“. Medienpartner ist die Nürnberger Zeitung. Die Ergebnisse sind im Rahmen des Theaterfestivals „Lichtblicke“ zu sehen und auf einer Themenseite in der Zeitung. Die Nürnberger Zeitung erhielt von der Festivaljury einen Innovationspreis für das unkonventionelle Format, und den Dialog zwischen den Generationen.

In diesem Jahr beschäftigten sich Jugendliche eine Woche lang mit dem Thema „Kunst – eine Entscheidung“. Das dabei entstandene Stück wird beim „Lichtblicke“ Festival Nürnberg im Gostner Hoftheater aufgeführt. Leitung des Theaterprojekts: Jean-François Drozak
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Chancen im Leben sehen und ergreifen

_MG_7114Künstler sein oder doch einem bürgerlichen Beruf nachgehen? Musa Karaalioglu (59) hat für sich einen Kompromiss gefunden. Der Leiter des Kulturladens Ziegelstein steht auch immer wieder als Schauspieler vor der Kamera. In meiner Lebenslaufbahn gab es viele Zufälle und Begegnungen, die meinen Weg beeinflusst haben. Ich habe mich schon von klein auf für Kultur, Kunst und Musik interessiert. Daher ist es kein Zufall, dass ich hauptberuflich im kulturellen Bereich, im Kulturladen Ziegelstein in Nürnberg, tätig bin.

Gewisse Sicherheit spielt eine große Rolle. Aber ich habe auch die Möglichkeit, mich im künstlerischen Bereich auszuleben. Im Nebenberuf bin ich Schauspieler. Das war mein Kompromiss. Man trifft selten Künstler mit einer großen, erfolgreichen Karriere und mit festem Einkommen. Es müssen viele verschiedene Faktoren zusammenspielen, damit man als Künstler groß herauskommt. Für mich ist es optimal und ich bin glücklich, aber ich würde auch gerne nur Schauspieler sein wollen und davon leben können. Bisher hat es geklappt, beides zu verbinden, weil mein Arbeitgeber sehr tolerant ist und mich unterstützt. Inzwischen habe ich bereits 23 Rollen gespielt.

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Man darf nie zu ruhig vor Auftritten sein

MusikPaulo Arantes hat das geschafft, wovon viele Musiker träumen. Der 58-Jährige spielt seit 26 Jahren bei der Staatsphilharmonie Nürnberg Oboe. Über seinen Weg dorthin und den Alltag als Musiker spricht er im NZ-Interview.

NZ: Wann haben Sie denn angefangen, Oboe zu spielen?

Paulo Arantes: Oboe zu spielen, habe ich begonnen, als ich 16 war, davor habe ich Flöte gespielt. Der Zufall entschied, dass ich Oboe spiele, damals gab es in Brasilien eine kostenlose Musikschule, aber nur für bestimmte Instrumente, die dort weniger populär waren. So kam ich zur Oboe.

NZ: Was hielt Ihre Familie davon, dass Sie Musiker werden wollten?

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Mit Geduld konnte ein Traum Wirklichkeit werden

_MG_7120Sie hat sich dazu entschieden, ihr normales Leben hinter sich zu lassen und den Schritt zum Künstlerdasein zu wagen. Heute leitet die 47-jährige Christina Bauereiß ihre eigene Tanz- und Ballettschule. „Du wirst einmal Kunstmalerin.“ Das waren die Worte meiner Mutter, die sieben Instrumente spielt und deren künstlerische Ader ich erbte. Mein Traum war es bereits im Kindesalter, mich in meinem weiteren Leben der Kunst zu widmen. Den Weg der Kunstmalerei verfolgte ich jedoch nicht, da der Bewegungsdrang größer war. Ich tanzte.

Mein Geld verdiente ich unter anderem als Requisiteurin im Staatstheater Nürnberg. Doch die Liebe zur Kunst brachte mich irgendwann auf eine andere Spur. Heute bin ich selbstständig und freiberuflich tätig. Ich leite eine Schule für Tanzkünste. Sie heißt „The walk of fame“, zu Deutsch „Der Weg zum Ruhm“. Ich glaube, dass jeder seinen individuellen Weg zum Erfolg hat. Ich wollte mir zuerst genügend Erfahrung aneignen, bevor ich eine Tanzschule eröffne. Außerdem muss man alles genau planen. Verwaltung und Wirtschaft sind feste Bestandteile, auf denen die Selbstständigkeit aufbaut. Allein die Fähigkeit, gut tanzen zu können, genügt nicht. Des Weiteren ist die heutige Zeit nicht mit der früheren vergleichbar. Als Kind hätte ich es mir keinesfalls erträumen können, eine Tanzkunst zu studieren. Während meiner Schulzeit war es einmalig, etwas Schauspielerisches oder Tänzerisches einzustudieren, so einmalig, dass ich die Schritte heute noch beherrsche.
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